Juli, 2009
Offroad heißt Fußweg: Honda CR-V
Im Kreise der großstadterprobten SUVs fährt Honda mit dem sparsamen CR-V ganz vorne mit. Seit der Präsentation der ersten Baureihe im Jahr 1996 überwindet das kompakter SUV zuverlässig Schotter, Staub und Gullydeckel.
Stadtauto Honda CR-V
Abseits der Straße sollte niemand den CR-V fahren. Der automatisch zuschaltende Allradantrieb hilft zwar, in brenzligen Fahrsituation die Oberhand zu behalten, ist aber nicht auf Geländetauglichkeit ausgelegt. Die vier einzeln aufgehängte Räder, die wenig aufregende Bodenfreiheit und die nicht verfügbare Geländeuntersetzung des Getriebes legen das urbane Revier des Fronttrieblers eindeutig fest.
Bestandener Parkplatztest im Honda CR-V
Was die Abmessungen angeht, ist der Honda CR-V ein Durchschnittstyp mit absoluter Parkplatzeignung. Mit 4,53 m Länge, einer Höhe von 1,68 m und 1,82 m Breite ist der Bordsteinkletterer genau richtig für die Klasse der kompakten SUVs couturiert. Sein durch die lang gezogenen Rückleuchten an den Volvo XC 90 erinnerndes Heck fasst im Normalzustand 556 Liter und ist damit für den Wochenendeinkauf beim Bio-Bauern tauglich. Trägt der Wagen eine Anhängerkupplung, sind 600 ungebremste und 1600 gebremste Kilogramm Zuglast erlaubt.
Kräftige Benziner und Diesel im Honda CR-V
In der aktuellen dritten Generation des CR-V bietet Honda unter der Motorhaube altbekannte Hausmannskost: Die aus der zweiten Baureihe bekannten vierzylindrigen Diesel- mit 140 und Ottomotoren mit 150 PS treiben das SUV mit Verbräuchen von 6,5 bzw. 8,1 Litern Kraftstoff adäquat an. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei durchaus akzeptablen 187 bzw. 190 km/h. Serienmäßig erfolgen die Gangwechsel über Sechsgangschaltgetriebe, optional gibt es für den Benziner eine Fünfstufenautomatik, wie schob bei den anderen Offroad Honda Gebrauchtwagen.
Viel Zubehör für den Honda CR-V
Der CR-V kommt in den vier Ausstattungslinien Style, Comfort, Elegance und Executive zum Händler. Die Zubehörliste hält diverse Schmankerl zur individuellen Aufwertung bereit; darunter befinden sich DVD-Systeme, Navigationsgeräte, mannigfaltige Verbesserungen der Audioanlage und eine Freisprecheinrichtung.
Brasilien im Rallyefieber: Dos Sertoes 2009
Eigentlich war das völlig unnötig. VW hätte Brasilien nicht schon wieder erobern müssen. Das gelang bereits ganz hervorragend mit zivilen Mitteln, sprich SP-2, Käfer, Transporter und allem, was danach noch so kam. Doch kann ein Erfolg im Wettkampf die eigene Position auf dem drittgrößten Absatzmarktes nur festigen. Mit diesem Motto startete VW an der Rallye Dos Sertoes, um zu gewinnen.
Wolfsburger Doppelsieg 2008
Volkswagen konnte bereits im letzten Jahr die Rallye Dos Sertoes mit dem Doppelsieg von Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz auf Platz 1 sowie Mark Miller und Ralph Pitchford auf dem zweiten Platz mehr als erfolgreich abschließen. Doch Adel verpflichtet, so standen die blauen Race Touaregs mit 280 PS starken Dieselmotoren in diesem Jahr verständlicherweise unter hohem Druck.
Mit dem Touareg abseits das Asphalts
Die zehn Tagestappen der Dos Sertoes erstrecken sich über gut 5000 km in den Provinzen Goiás, Tocatins, Bahia, Pernambuco, Ceara und Rio Grande do Norte, davon entfallen 2880 km auf Wertungsprüfungen. Ruhetage gibt es keine, den Teams wird viel abverlangt. Hauptsächlich lassen es die Fahrer auf Schotterpisten und Wirtschaftswegen so richtig stauben, zwischendurch können sie die Fahrzeuge in den bis zu 150 m langen Wasserdurchfahrten geringfügig reinigen. Das vom Beifahrer zu verwaltende Roadbook bestand 2008 aus gut 650 Seiten mit 4500 Abbildungen. Wegen der rund 500 km längeren Strecke dürfte es in diesem Jahr noch etwas gehaltvoller gewesen sein.
VW dominiert klar
Der Kampf um die Spitze wurde erneut auf den als „Blauen Fröschen“ bekannten Touaregs ausgefochten. Mal fuhr das Team Carlos Sainz / Lucas Cruz Senra vorne weg, mal übernahmen der Araber Nasser Al-Attiyah mit seinem Copiloten Timo Gottschalk die Führung. Fünfmal wechselte das Team an der Spitze, am Ende hatten Sainz und Senra mit 1:09 min knapp die Haube vorn. Denkbar eng wurde es am Ende der achten Tagesetappe, als nur drei Sekunden zwischen den beiden Teams lagen.
In der Quad-Klasse gewann Christiano Sousa Batista auf Suzuki 450. Die Motorradwertung entschied Zé Hélio auf einer Honda für sich, Edu Piano belegte mit einem Ford F 4000 den ersten Platz in der Lkw-Wertung.
Generalprobe für Rallye Dakar 2010
Die erneuten Siege ermutigen das Wolfsburger Unternehmen natürlich für die Dakar im Januar 2010, da die Dos Sertoes eine Art Testrennen darstellt. Gewinner Carlos Sainz und Vize Nasser Al-Attiyah werden neben den Titelverteidigern und gleichzeitigen Teamkollegen Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof) als Favoriten für die Dakar gehandelt. Ein weiterer heißer Anwärter ist Rekordsieger Stephane Peterhansel (Frankreich) von BMWs X-raid-Team. Wie gehabt wird die Dakar statt im namengebenden Afrika wegen Befürchtung terroristischer Anschläge in Argentinien und Chile ausgetragen.
Mercedes G - Bergauf seit 30 Jahren
Die Siebziger. Wer beruflich oder privat Wälder und Wüsten durchqueren musste, war damals mit dem Land Rover gut beraten, bevorzugte er ein europäisches Produkt. Mercedes musste handeln, wollte doch das zu 18 Prozent am Unternehmen beteiligte Persien einen leichten Geländewagen für Grenzpatrouillen. Ferner hoffte man in Stuttgart, der Bundeswehr eine Alternative zu DKWs luftgekühltem Zweitakt-Munga zu bieten.
Deutsch-österreichische Geländekompetenz
Tatsächlich entschieden sich die Verantwortlichen trotz großer Truppenresonanz ob klammer Kassen für den VW Iltis als Munganachfolger. Mercedes führte das G-Modell nach 7-jähriger Planungs- und Entwicklungsphase 1979 trotzdem ein und konnte einen Erfolg nach dem andern verbuchen. Der mit dem österreichischen Hersteller Steyr-Daimler-Puch in Kooperation entwickelte Geländewagen hatte vor allem robust und unaufhaltsam zu sein, was durch Motoren und Achsteile aus Mercedes’ PKW- und Lieferwagenprogramm sowie dem Allradknowhow des Entwicklungspartners besorgt wurde. Ein massiver Kastenrahmen, große Federwege und Achsverschränkung, zuschaltbare Differentialsperren und ausreichend Bodenfreiheit erledigten alles weitere zum vierrädrigen Bergsteigen. Luxus wie bei heutigen SUVs hatte indes niemand gefordert.
Vom Zivilisten zum Uniformträger – das G-Modell macht Karriere
Die Stärken des G-Modell verbreiteten sich. Ex-Formel 1-Fahrer Jacky Ickx nahm sich des kantigen Geländewagens an, um 1983 die Rallye Paris-Dakar zu gewinnen, die Erhebung in den Allradadel. Diverse Streitkräfte, Feuerwehren, die UNO und der Katastrophenschutz nahmen sich die hervorragende Geländetauglichkeit des Allradlers als Grund, ihn massenweise einzuziehen. Die Bundeswehr rekrutierte den Mercedes schließlich doch noch zu Beginn der 90er-Jahre unter der Bezeichnung ‘Wolf’. Wer den G besonders ausgerüstet haben wollte, konnte dies problemlos realisieren, der Kastenrahmen war im Gegensatz zu selbsttragenden Karosserien für weitläufige Modifikationen geeignet. Zudem gab es einige Abnehmer, die das G-Modell in Lizenz bauten und manche Teile durch lokale Produkte ersetzten, wie etwa den französischen P4 VLLT, der Achsen, Getriebe und Motoren aus dem Hause Peugeot benutzt.
Abendstimmung für die Geländeikone
Nach knapp 30 Dienstjahren sei es Zeit fürs Altenteil, befand Mercedes und stellte 2006 den als Nachfolger beabsichtigten GL vor. Doch weiterhin starke Verkäufe bewogen die Verantwortlichen, die inzwischen dritte Generation des G-Modells bis 2013 parallel weiterzubauen, neueren Angaben zufolge sogar bis 2015. Unter der flachen Motorhaube befand sich bis dahin ein Querschnitt von Mercedes Unternehmensgeschichte: Anfangs Diesel und Benziner als Sauger mit eher mäßiger Leistung, später turbo- und kompressorgeladene Selbstzünder und Ottomotoren mit bis 507 PS ab Werk. Das Trinken konnte dem G niemand abgewöhnen, zu kompromisslos und dadurch schwergewichtig und zu gar nicht windkanalgeschliffen erwies sich das G-Modell in allen Varianten. Doch trug er die Sympathien aller, beobachtete er von der gerade erklimmten Hügelspitze, wie moderne SUVs schon am Fuße einer Geländeerhebung reifenscharrend aufgaben und dem Sternträger nicht folgen konnten. Für den G war die Bergbesteigung eine Selbstverständlichkeit.
Honda CR-V - Überarbeiteter SUV
Wenn es um den großen Markt der SUVs geht, dann darf selbstverständlich kein großer Automobilhersteller der Welt fehlen, denn immerhin geht es dort um mehrere Milliarden Dollar. Auch der japanische Konzern Honda hat mit seinem CR-V einen SUV im Angebot.
Das Äußere des Honda CR-V wirkt nicht sehr bullig, eher wirkt der CR-V so, als würde er besonders im Stadtverkehr eine gute Partie abgeben, dafür allerdings im Gelände weniger tauglich sein als zum Beispiel der legendäre Defender. Dennoch versprüht der Honda CR-V einen gewissen japanischen Charme. Weiterlesen »
Baja 300 Powerdays. Mittendrin in Teufels Küche
Eltern, sperrt den Hund ins Haus und setzt den Kleinen Schutzbrillen auf! Am 24. Juli ist es wieder soweit: Drei Tage Offroadaction vom Feinsten mit allen heißen Maschinen, die nie eine Straßenzulassung erhalten würden.
Die Ledernacken der US-Amerikanischen Offroadvereinigung ’Score‘ geben sich ein grobstolliges Stelldichein. Ihre Orden sind hautabschürfunegn und verschlissene Stoßdämpfer. Diese hartgesottenen Piloten der Offroad-, Freestyle-, Rallye- und Crossklassen zeigen, was in ihren bis zu 800 PS starken Bikes, Buggies und Trucks steckt. Spektakuläre Drifts und Sprünge, ungedämpfte Motoren und der stets anwesende Geruch unbehandelter Abgase betören die Sinne nachhaltig.
Profis am Werk
Ex-Rallye-Europameister Armin Schwarz als Organisator kennt sich in dieser ,seiner Welt abseits befestigter Straßen bestens aus. Damit auch die Zuschauer ihr Wissen vergrößern können, dürfen sie sich frei im Fahrerlager zwischen Allradboliden, brachialen Enduros und ihren schmerzbefreiten Lenkern bewegen. Zur Stärkung ist hiernach ein Besuch der Fanmeile mit Merchandise und Gastronomie ratsam.
Knallharte zwei Kilometer
Der Mittagsmüdigkeit entgegen wirken die je 2 Pisten für Motorräder und Autos, die auf der 2350 m langen Strecke permanente Gänsehaut garantieren. Was da vorgeht, möchte man der eigenen Familienkutsche nicht zumuten, aber den professionell aufgebauten Kisten macht das nichts. Sprünge über 70 m sind keine Seltenheit, doch so weit kommt nur, wer auch eine Sprunghöhe von 7 m erreicht. Sogar Verkehrsplaner kommen auf ihre Kosten: Die Kreuzungen auf der Mondlandschaft sind nicht mit Ampeln, sondern Sprungschanzen versehen. Das fördert sowohl den Fluss von Verkehr als auch von Adrenalin.
Ruhelos
Wer glaubt, sich abends von dem staubigen Trubel erholen zu können, irrt. Auf der Race Night Party lassen es die Fans jetzt selber krachen. Zudem sorgen die furchtlosen Fahrer beim Jump Contest mit bis zu 17 m hohen Sprüngen für ausgerenkte Kiefer bei den Zuschauern. Und wer denkt, das Gesicht von dem Kerl dort schon mal auf dem Männersender erblickt zu haben, hat recht. Jesse James, bekannter Motorrad- und Autocustomizer von Westcoast Choppers ist mit seinem 850 PS starken Trophy Truck auch zugegen. Yee-haw!
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