Hummer nach China verkauft

Nun hat es GM geschafft und die zuletzt defizitäre Geländewagen-Sparte der legendären Hummer-nach China verkauft.

Die Rechte an der Konzern-Marke Hummer liegen nun beim chinesischen Industrieunternehmen Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery. Bereits am 9. Oktober unterzeichneten die Verantwortlichen beider Firmen in Detroit den entsprechenden Vertrag. Insidern zufolge sollen von 150 Millionen US-Dollar für das schwarze Schaf geflossen sein. Die durch Prominente, Sportler und sonstigen Personen des öffentlichen Lebens bekannt gewordene Marke geht allerdings nicht vollständig an den neuen Eigentümer; der mit 20 % bereits stark beteiligte Hongkonger Investor Soulang Douji beabsichtigt, seine Anteile zu behalten. Wer in Zukunft also eine Hummer Limousine oder kurz Hummer Limo bucht, sollte wissen, in einem chinesischen Auto unterwegs zu sein.

Hummer in China hilft GM

Dass Hummer nach China verkauft ist, bringt den angezählten Autoriesen General Motors, der wegen der US-Regierungsintervention teilweise spöttisch als „Gouvernment Motors“ bezeichnet wurde, auf dem Wege der Sanierung ein Stückchen weiter. Auch der angebahnte Verkauf der Konzern-Marken Opel und Saab sorgt bei GM für einen weniger angespannten Blick in die Zukunft. Lediglich die zu Problemkindern avancierten Divisionen Saturn und Pontiac sind noch nicht auf den rechten, gewinnbringenden Weg zurückgekehrt. Hiermit steht deren Ende allerdings fest; wegen fehlender Interessenten seitens Investoren wie auch Endkunden sollen sie den Automarkt nicht weiter bereichern, also eingestellt werden.

Hummer H2 und Hummer H3 in der Kritik

Im Zuge des gestiegenen Umweltbewusstseins erfuhr die Marke Hummer herbe Rückschläge und musste viel Kritik einstecken. Nachdem Arnold Schwarzenegger den H1 Hummer in der zivilen Ausführung salonfähig gemacht hatte, folgten während des SUV-Booms der etwas kleinere H2 Hummer. Auch die Hummer H3 und Hummer H3T wurden als rückständige Fahrzeug gerne und oft angeprangert. Als Gegenbeispiel eines umweltfreundlichen Autos wird häufig der Toyota Prius aufgeführt. Eine amerikanische Studie billigt ihm mit seinem Hybridantrieb einen zwar im Fahrbetrieb geringen CO2-Ausstoß zu, stellt jedoch auch fest, dass der bei weitem einfacher gestrickte H3 Hummer insgesamt weniger umweltbelastend ist, da sich der Prius bei der Herstellung und vor allem der Entsorgung wesentlich problematischer erweist.

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