VW Amarok: Sommerhit aus Brasilien

Der VW Amarok soll den kleinen Pick Up-Trucks vom Schlage des Nissan Navarro und Mitsubishi L 200 einige Kunden abjagen. Den Automarkt bereichert der Kleintransporter ab Sommer 2010.


Wer den VW Amarok als Nutzfahrzeug verwenden will, wird sich angesichts der harten Oberfläche vom Armaturenbrett freuen – Massivität ist Trumpf im Matsch. Das schlichte Interieur ist diesem Einsatz angemessen. Auf der der anderen Seite warten Leder-Ausstattungen für City-Cowboys, die ihr Pferd gegen das Auto eingetauscht haben. Ob jene mit der grauen Plastiklandschaft zufrieden sein werden, wird sich zeigen. Für den deutschen Automarkt werden die drei Ausstattungsoptionen Basis, Trendline und Highline zur Verfügung stehen; die VW-Preise sollen zwischen 28.000 und 38.000 Euro betragen. Dafür gibt es immerhin 5,25 m Auto nach robuster Kastenrahmen-Bauart, garniert mit hinterer Starrachse an Blattfedern.

VW Amarok mit 2.0 TDI

Der aus Brasilien stammende VW Amarok verbraucht im Gegensatz zu vielen seiner Landsleute kein Bioethanol aus Zuckerrohr, sondern Diesel, der dem 2.0 TDI-Vierzylinder über eine Common-Rail-Einspritzung zugeführt wird. Der allerdings recht laute brummende VW-Diesel überzeugt nicht restlos. Leistungstechnisch ist der Reihenvierer mit 122 PS und 340 Nm bzw 163 PS und 400 Nm jedoch seinen Aufgaben einigermaßen gewachsen, wenngleich er im Anhängerbetrieb schwächeln dürfte. Der Verbrauch soll geringe 7,6 bzw. 7,8 l betragen, die CO2-Emission 199 bzw. 206 g/km.

Allradantrieb im Amarok

Allradantrieb ist stets serienmäßig, sodass es beim Autohändler nicht zum Amarok-Lauf kommen muss: Der Offroad-Volkswagen hat eine zuschaltbare Achse, härtere Federung und Gelände-Untersetzung, während sich die Onroad-Version mit permanentem  4×4 a la Audi quattro mit zentralem Torsen-Differential komfortabler gibt. Letztere darf allerdings nur 862 kg zuladen, im rauhbeinigen Geländewagen, der mit Hinterachssperre zu haben ist, sind 185 kg mehr erlaubt. Die finden auf der 155 cm langen Ladefläche problemlos Platz. Längere Lasten müssen warten, bis VW der Doppelkabine ein Single Cab zu Seite stellt.

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